Pandemie, Krieg, Klimawandel – Katastrophen prägen das aktuelle Zeitgeschehen. Ängste, Verunsicherungen, Einschränkungen und gestiegene Lebenshaltungskosten sind die Folgen. Kein Wunder, dass die Sehnsucht nach Naturerlebnissen so groß ist wie nie. Die heimischen Alpen waren in den letzten zwei Sommern deshalb voller Menschen. Vieles spricht dafür, dass auch der kommende Sommer eine Herausforderung wird. Eine Sache ist aber anders als zuvor.

„Pandemie-bedingte Einschränkungen wird es in den Bergen im Sommer wohl kaum geben. Das ist auch gut so, denn die Menschen sehnen sich nach Natur, Entspannung und Freiheit,“ sagt DAV-Präsident Josef Klenner und hat einen Appell an die Bergsportgemeinde parat: „Seien Sie bitte fair und umsichtig in den Bergen unterwegs!“ Ohne Zweifel: Die Alpen sind grandios. Einen großen Anteil daran haben die Pflanzen und die Tiere. So unterschiedlich sie im Einzelnen sind, eines haben sie gemeinsam: Die Lebensbedingungen in den Bergen sind rau, und das umso mehr, je höher es hinauf geht. Kleine Eingriffe haben deshalb oft weitreichende Konsequenzen. Sensibles und rücksichtsvolles Verhalten ist angebracht – und gar nicht schwierig.

In den Alpen steht ein großes Netz an Wanderwegen und Hütten zur Verfügung. Viele Menschen können dort unterwegs sein, ohne Schäden für die Natur anzurichten. Voraussetzung ist nur, dass sich alle an ein paar ganz einfach Regeln halten:

››› Bleib auf den Wegen! Damit trägst du dazu bei, dass keine unnötigen Erosionsschäden entstehen.
››› Nimm deinen Müll wieder mit! Die Berge sind keine Mülldeponie, und eine Müllabfuhr gibt es auch nicht.
››› Lass die geschützten Blumen stehen! Enzian, Edelweiß, Alpenrose & Co. sind sehr empfindlich und streng geschützt.
››› Nutze öffentliche Toiletten, falls vorhanden! Menschliche Hinterlassenschaften können das Ökosystem erheblich schädigen.

Bergtouren beginnen mit dem Schritt raus aus der Haustür. Die Anreise ist also Teil der Tour. Der Großteil der Menschen fährt mit dem eigenen Auto in die Berge, oftmals aus guten Gründen, und mit der Pandemie ist noch ein guter Grund dazu gekommen. Mittelfristig ist es für den Klimaschutz aber wichtig, dass auch die Bergsportgemeinde ihren Teil zur CO2-Reduktion beiträgt. An mehr Bergtouren mit öffentlicher Anreise geht also kein Weg vorbei. Das geht besser, als viele denken.

Mehr Infos unter: www.alpenverein.de