Bitte die Wegegebote in den Wiesenbrütergebieten beachten und Hunde anleinen

Jetzt im Frühjahr beginnt für viele Vogelarten wieder die Brutzeit. So auch für die seltenen und hoch bedrohten Wiesenbrüter, wie etwa den Kiebitz oder den Großen Brachvogel. In den Wiesenbrütergebieten des Landkreises Traunstein, im Bergener und Grabenstätter Moos sowie am Lachsgang und in der Schöneggart in Übersee finden sie noch geeignete Brutgebiete. Die für die Vögel wertvollen, extensiven Streuwiesen werden hier von ortsansässigen Landwirten erst spät im Jahr gemäht. Dank dieser Unterstützung, für die die Landwirte eine zusätzliche Förderung über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm bekommen, können die Bruthabitate erhalten bleiben.

Mit Beginn der Brutzeit ist es besonders wichtig, dass die Vögel sich hier ungestört aufhalten können, um einen geeigneten Nistplatz auszuwählen. Daher bittet der Gebietsbetreuer, Dirk Alfermann, alle Besucher, sich unbedingt an die Wegegebote zu halten und Hunde anzuleinen. So sieht es auch die Wiesenbrüterverordnung des Landkreises Traunstein vor.

„Wenn sich alle an die Regeln halten, dann wird man auch zukünftig diese seltenen Arten hier antreffen und wir können uns weiterhin an dieser wunderbaren Natur erfreuen.“, so Alfermann.

In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter der Naturschutzwacht verstärkt in den Gebieten unterwegs sein, um auf die Einhaltung des Wegegebotes hinzuweisen. Unterstützt werden sie dabei auch wieder von Beamten der Polizei, die zu Pferd die Gebiete kontrollieren.

Allgemeine Informationen zu Wiesenbrütern sind hier zu finden.

 

Foto: Der Große Brachvogel ist vom Aussterben bedroht. Im vergangenen Jahr konnten im Bergner Moos erfreulicher Weise 16 Brutpaare festgestellt werden – so viele wie lange nicht mehr. Im Grabenstätter Moos gelang nach vielen Jahren zumindest wieder der Nachweis eines Brutversuches! (Foto: Hans Wolf)